Gehaltsvorstellung Bewerbung - Was gilt es zu beachten?

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Die Gehaltsvorstellung ist ein wichtiger Teil deiner Bewerbung. Falls du zu hoch pokerst, kannst du dich schon früh ins Abseits manövrieren. Falls du hingegen zu tief stapelst, bekommst du nicht das, was gerechtfertigt wäre. 

Egal ob zum Berufseinstieg oder bezüglich eines externen und internen Jobwechsels, irgendwann wirst du mit deiner Gehaltsvorstellung konfrontiert. Falls es sich nicht um einen Tarifvertrag handelt, bei dem du das Gehalt nicht vorgeben kannst, ist es üblich, dass diese bereits in der Stellenausschreibung mit der Bewerbung eingefordert wird. Aber auch im Vorstellungsgespräch wird das Gehalt, auf Initiative des Arbeitgebers hin, angesprochen.

In diesem Blog - Artikel zeigen wir dir, wie du mit bestimmten Formulierungen das Gehalt bekommst, das du erwartest.


Wann sprichst du deine Gehaltsvorstellung an?

Falls du in der Stellenanzeige darum gebeten wirst, mit einer Gehaltsvorstellung in die Bewerbung zu kommen, solltest du die auf jeden Fall tun. Damit machst du den Eindruck, dass du die Stellenanzeige wahrgenommen hast und auf das Geforderte eingehst.

Falls du nicht explizit darum gebeten wirst deine konkrete Gehaltsvorstellung anzusprechen, musst du das Thema in deiner Bewerbung nicht zwingend ansprechen.

 

Welcher Gehaltswunsch ist angebracht?

Um im Vorhinein zu erkennen, wie hoch dein Wert ist und was du verdienen kannst, solltest du folgende Punkte beachten:

  • Wie hoch ist das Gehalt deiner Kollegen in der gleichen Position? Tausche dich mit Bekannten aus, die eine ähnliche Position haben!
  • Was wird für einen vergleichbaren Job geboten? Suche nach weiteren vergleichbaren Jobausschreibungen und finde heraus, was bezahlt wird.
  • Willst du ausschließlich innerhalb des Unternehmens den Job wechseln, kannst dein aktuelles Gehalt bis zu 20 Prozent steigen.
  • Welche Zusatzqualifikationen, Skills und Praxiserfahrungen bringst du mit, die deinen Wert weiter steigern werden?
  • Was willst du minimal verdienen? Kenne deine untere Grenze.


Zusammengefasst kannst du mit folgenden Hilfestellungen dein Gehalt erörtern:

  • Mit Bewertungsplattformen
  • Mit Jobbörsen
  • Durch Whitepaper von Marktforschungsinstituten
  • Mit Datenerhebungen und Datenbanken

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Viele Jobbörsen bieten zusätzlich zu den Stellenanzeigen auch Informationen zu Gehältern an. Diese kannst du hier einsehen

>> Stepstone Gehaltsplaner

>> Indeed Gehaltsvergleich

>> Stellenanzeigen.de Gehaltsvergleich

>> Gehaltsvergleich.com (Berufe und Branchen A-Z)

>> Absolventa.de (Gehaltsvergleich für Berufseinsteiger)

Als erste Orientierung können solche Datenbanken hilfreich sein, doch oftmals liegen zwischen dem Minimum, Durchschnitt und Maximum mehrere Zehntausend Euro, so dass wiederum die Einschätzung bezogen auf den eigenen Werdegang schwerfällt.

  • Durch Veröffentlichungen des Bundesamts für Statistik


 

 

Die Formulierung der Gehaltsvorstellung

Du hat die Möglichkeit eine ungefähre Einschätzung "zwischen 40.000 und 45.000 Euro brutto im Jahr" oder dein genaues Wunschgehalt nennen. Durch die Einschätzung signalisierst du, dass du im Bezug auf dein Gehalt noch verhandlungsbereit bist. 

Es gibt unterschiedliche Zugänge, die Gehaltsvorstellung zu formulieren:

  • Prägnant: Meine Gehaltsvorstellung liegt bei genau 55.000 Euro brutto Jahresgehalt.
  • Argumentativ: Aufgrund meiner bereits erzielten Qualifikationen und Kenntnisse liegt meine Gehaltsvorstellung bei 55.000 Euro im Jahr.
  • Hinweisend: Meinen erreichten, beruflichen Qualifikationen entsprechend sehe ich ein Gehalt von 55.000 als angemessen.
  • Vorsichtig: Meine Gehaltsvorstellung liegt zwischen 44.000 und 48.000 Euro im Jahr. Die Details können wir gerne in einem persönlichen Gespräch klären.


Entscheide dich bewusst für einen der Zugänge!



Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Gehalt

Auf was du achten solltest, ist dass es innerhalb eines Jobs und/ oder einer Branche starke Gehaltsschwenkungen geben kann. Welche Faktoren dein Gehalt beeinflussen sieht du hier:

Deine Position

Deine Praxiserfahrung . Ein Berufseinsteiger verdient weniger als erfahrende Fach- oder Führungskräfte. 

Deine Qualifikation

Je besser du ausgebildet bist, umso mehr wirst du verdienen. Achte darauf dass du auch Zusatzqualifikationen sammelst. Schau in diesem Bereich gerne unsere kostenlose Seminare an. Hier erhältst du von uns im Nachgang ein Zertifikat für deine Bewerbung.

Die Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl

In großen Konzernen ist das Gehalt meist höher als bei kleineren aus der gleichen Branche. Das liegt auch an der stärkeren Spezialisierung der Mitarbeiter.

Der Standort

In der Stadt und anderen Ballungsgebieten wird um einiges mehr bezahlt als in ländlichen Regionen von Deutschland.

Das Bundesland

Bedingt durch das Ost-West-Gefälle unterscheidet sich dein Gehalt auch in verschiedenen Bundesländern: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen kannst du das höchste Gehalt erwarten. In Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern jedoch das niedrigste.



Fettnäpfchen bei der Gehaltsvorstellung in der Bewerbung

  • Nicht zu hoch pokern – Bei sehr utopisch hohen Gehaltsvorstellungen kann es vorkommen, dass deine Bewerbung nicht berücksichtigt wird. Sie wird direkt aussortiert.
  • Nicht zu tief ansetzen – wenn du aus Unsicherheit eine zu niedrige Gehaltsvorstellung nennst, kann es auch hier sein, dass deine Bewerbung nicht beachtet wird, da so ein Zweifel an deiner Berufserfahrung und Branchenkenntnis aufkommen kann.
  • Ein Gehaltswunsch ist lediglich deine Verhandlungsbasis und hat noch nichts mit der Gehaltsverhandlung zu tun! Um dich auf eine Gehaltsverhandlung vorzubereiten, schaue gerne in einem unserer Gehaltsverhandlungs - Seminare vorbei und lerne die Tricks, die du benötigst.
  • Sei auf Gehaltsangebote deines Gegenübers vorbereitet!



Unser Tipp für dich!

Formuliere deine Gehaltsvorstellung als krumme Summe. 

Schreibe also beispielsweise 51.170 Euro statt 50.000 Euro. Diese Summe erzeugt beim Empfänger den Eindruck von Professionalität. 

Darüber hinaus erweckt es dein Eindruck, dass du dich im Detail mit dem Thema auseinandergesetzt und gründlich recherchiert hast, um deinen Marktwert exakt einschätzen zu können. 

Wichtig! Bitte keine absurd schiefen Summen nennen wie 51.173 Euro, sondern grob runden: 51.170 Euro.


Gender Erklärung:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Diplomarbeit die Sprachform des generischen Maskulinums angewendet. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsunabhängig verstanden werden soll. 

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