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Synektik

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Planung
  • Durchführung
  • Moderator
  • Evaluierung
  • Leistungsbehauptung
  • Leistungsbewertung

Synektik

Die Synektik ist eine Kreativitätstechnik und Methode deren ausschlaggebende Differenzierung die absichtliche Verfremdung des Problems ist. Ziel ist es, sich von älteren und geläufigen Problemlösungen zu distanzieren und neue Wege für Lösungen zu identifizieren. Aus diesem Grund werden bei dieser Technik oftmals Gegensätzlichkeiten und Parallelen verwendet. 

Synektik basiert auf der Annahme, dass menschliches Denken konservativ ist und versucht deshalb neue Probleme in bekannte Archetypen einzufügen, damit diese gelöst werden können. Jedoch entstehen innovative Lösungen nur selten durch bekannte Muster. Auf Basis dieser Annahme kann eine innovative Lösung durch die Verfremdung und Distanzierung von Bekannten entstehen, sodass die Perspektive und der Blickwinkel auf ein Problem geändert werden und folglich Neuartigkeit ermöglicht. 

Planung: 

In der Praxis werden meist fünf bis sieben Personen eingeladen, die mit der Kreativitätstechnik vertraut sind. Die Teilnehmer beginnen damit, das Problem gemeinschaftlich zu analysieren.

Durchführung:

Das Team verfremdet das Problem durch die mehrfache Anwendung von persönlichen Erfahrungen und Analogien aus der Natur und Geschichte. Hierdurch kann sich von der ursprünglichen Verbindung zum Problem distanziert und die vertikale Denkweise verlassen werden. Die gebildeten Parallelen können anschließend mit dem originären Problem neu verbunden werden („Force-Fit“), um zu identifizieren ob neuartige Lösungsansätze entstehen. Im nächsten Schritt werden präzise Lösungen geschaffen.

Moderator:

Ein Moderator ist bei dieser Kreativitätstechnik bedeutsam, hält eine Schlüsselrolle inne und sollte Experte auf dem Gebiet der Synektik sein. Die Aufgabe des Moderators ist es, die Verfremdungen mit dem höchsten Potential herauszufiltern und diese so zu wählen, dass die Vorstellungskraft kontinuierlich aktiviert wird. Ziel ist es, die Teammitglieder von gefestigten Einstellungen und Ansichten zu trennen und innovative Alternativen zu entwickeln. Zudem muss der Moderator den passenden Zeitpunkt für das Force-Fit ansetzen, sodass die ausufernde Diskussion wieder in Bahnen gelenkt und auf das Problem zurückgeführt werden kann. 

Evaluierung:

Die Ideen und Ansätze werden schriftlich dokumentiert und festgehalten. So liegen am Ende der Session Lösungsansätze vor, die keinen großen Aufwand in Bezug auf die Auswertung darstellen. 

Leistungsbehauptung: 

Die Kreativitätstechnik Synektik aktiviert das Vorstellungsvermögen und kann durch die Verfremdung Hemmungen, gewohnte Perspektiven und Blockaden nonchalant auflösen. Des Weiteren wird Spontanität gefördert und die persönlichen Erfahrungen begünstigen eine emotionalere Sicht auf das Problem. Synektik ist somit ein Gegensatz zum vertikalen Denken. 

Leistungsbeurteilung:

Synektik liefert zwar wenig, aber dafür nutzbringende Ideen. Das Risiko der Kreativitätstechnik besteht darin, dass Beteiligte nicht gänzlich in der Lage sind, sich von gewohnten und traditionellen Denkweisen zu distanzieren – mit dem Ergebnis, keine förderlichen Ideen zu generieren. Dieses Risiko ist besonders zu Beginn sehr hoch, wenn die Methodik noch relativ unbekannt ist und Beteiligte sich nicht lächerlich machen wollen.

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